Kuba im Herzen
Drei Wochen Kuba mit Fernando – eine Reise, die bleibt
Manche Reisen passen irgendwann nur noch in einen Fotoordner. Andere lassen sich mit einem einzigen Bild wieder hervorholen: das Blau des Meeres, eine farbige Hausfassade, ein Lächeln, das sofort wieder vertraut wirkt. Kuba gehört für mich zur zweiten Sorte.
Drei schöne Wochen habe ich dort gemeinsam mit meinem Freund Fernando aus Kanada verbracht. Das genaue Reisejahr müsste ich nachschauen. Aber vielleicht sagt es schon viel über diese Reise, dass die Jahreszahl verblasst ist und die Bilder geblieben sind. Wenn ich sie heute betrachte, ist die Sehnsucht sofort wieder da.
Havanna: Hinter jeder Fassade eine neue Geschichte
Auf meinen Fotos stehen die prächtigen Gebäude Havannas unter einem beinahe unwirklich blauen Himmel. Das Kapitol, kunstvoll geschmückte Fassaden, lange Reihen von Arkaden. Dazwischen Balkone mit Wäsche, offene Fenster und Autos, die schon auf dem Foto mehr Charakter haben als so manches fabrikneue Fahrzeug.

Besonders mag ich diese Gegensätze: große Architektur und ganz gewöhnlicher Alltag, glänzender Chrom und Mauern mit sichtbaren Spuren der Zeit. Ein türkisblaues Auto im Schatten der Bäume. Eine kleine Tür unter einem grünen Balkon. Solche Bilder laden mich ein, genauer hinzusehen. Nicht nur auf das große Motiv, sondern auch auf das, was am Rand geschieht.


Für mich liegt genau darin ein Teil der Faszination dieser Reise. Kuba war nicht nur Kulisse. Es war ein Ort, an dem ich unterwegs war – mit meinem Rucksack, offenen Augen und Fernando an meiner Seite.
Zu zweit unterwegs, gemeinsam erinnern
Drei Wochen miteinander zu verbringen, ist etwas anderes als ein gemeinsamer Wochenendausflug. Man teilt nicht nur die großen Eindrücke, sondern auch die Zeit dazwischen. Und gerade diese Zeit bekommt im Rückblick ihren eigenen Wert.

Auf einem unserer Bilder sitzen wir mit Gesellschaft an einem Holztisch unter einem luftigen Dach. Vor uns stehen Teller und Gläser, wir schauen in die Kamera und stoßen an. Kein spektakuläres Panorama. Kein berühmtes Wahrzeichen. Trotzdem ist es eines dieser Bilder, bei denen ich länger hängen bleibe.
Weil es nicht nur zeigt, wo ich gewesen bin. Es zeigt, mit wem.

Fernando aus Kanada, ich aus Deutschland – und für drei Wochen dieselbe Insel, dieselbe gemeinsame Reise. Heute sind die Fotos auch eine Erinnerung an unsere Freundschaft und an die schöne Zeit, die wir dort miteinander hatten.
Die Farben abseits der großen Motive
Natürlich ziehen die bekannten Gebäude und die alten Autos den Blick auf sich. Aber zwischen meinen Bildern finden sich auch ganz andere Motive. Ein türkisfarbenes Holzhaus mit einer schlichten braunen Tür. Eine Veranda hinter blühenden Sträuchern. Kleine bunte Gebäude unter hohen Palmen.



Ich mag, dass diese Bilder Platz in meiner Erinnerung haben. Sie zeigen nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Umgebung dazwischen. Die Straßen, die Häuser, die Farben.
Nicht alles ist frisch gestrichen. Nicht jede Fassade ist unversehrt. Ich möchte daraus keine romantische Behauptung über das Leben anderer Menschen machen. Aber als Reisender habe ich diese Details wahrgenommen – und sie gehören für mich genauso zu meinen Kuba-Bildern wie das Meer.
Ein Blau, bei dem der Alltag weit weg ist
Und dann dieses Wasser. Auf einem Foto bin ich mitten im hellen Türkis, die Sonnenbrille auf der Nase, kleine Wellen direkt vor der Kamera. Dahinter nur Meer und Himmel. Ich brauche dieses Bild nicht lange anzusehen. Es macht sofort wieder Lust darauf, ins Wasser zu gehen.

Nach den Straßen und Fassaden ist das ein ganz anderer Eindruck: weniger Einzelheiten, mehr Weite. Keine große Geschichte im Bild, sondern ein einfacher, schöner Augenblick. Vielleicht brauchen gute Reisen beides. Neues entdecken – und zwischendurch nichts weiter wollen, als genau dort zu sein.
Was von meiner Kuba-Reise bleibt
Wenn ich heute durch diese Fotos blättere, sehe ich nicht nur eine Insel. Ich sehe drei Wochen mit Fernando. Gemeinsame Bilder, Begegnungen, Architektur, farbige Häuser und dieses Meer.

Ich würde gern noch einmal dort stehen. Noch einmal durch die Straßen gehen, an einer unscheinbaren Ecke stehen bleiben und ein Foto machen. Noch einmal mit einem Freund am Tisch sitzen, das Glas heben und wissen: Gerade ist das Leben ziemlich schön.
Meine Kuba-Reise liegt zurück. Die Lust darauf ist geblieben. Und vielleicht geht es dir beim Anschauen der Bilder ähnlich: Erst denkst du nur, wie schön dieses Blau ist. Dann bleibst du an den Häusern hängen, an den Autos, an den Gesichtern. Und irgendwann ist da dieser Gedanke: Da möchte ich auch einmal hin.
Nicht nur, um Kuba zu fotografieren. Sondern um eigene Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.
Birk Möbius · Drei Wochen Kuba mit Fernando
Weitere persönliche Reisegeschichten findest du auf meiner Reiseseite – zum Beispiel aus der Dominikanischen Republik.
Dieser Beitrag erzählt von meiner damaligen Reise und ist kein aktueller Reiseführer.